
Neue Potenziale in der Hautpflege erschließen: Strategien zur Strukturmodifikation kosmetischer Peptide

Überblick über Forschungsfortschritte zu Peptiden bei viralen Infektionskrankheiten

Peptid-Glykosylierung: Wie überzieht man Peptide mit einer „Zuckerschicht“?

Ajiao Peptides: Transformation und Innovation von traditionellen Tonika zu modernen, präzisen bioaktiven Inhaltsstoffen

Der „aktive Code“ in Mikroalgen: Wie schützen Algenproteine und -peptide die menschliche Gesundheit?

Ein neues Kapitel in der Erforschung der Antitumorwirkung chinesischer pflanzlicher Proteinpeptide

Jenseits traditioneller Biomarker: Erforschung der Anwendung von Serumpeptidprofilen zur Verbesserung der Effizienz der Tumordiagnostik

Leichtgewichtiges KI-Tool AMPLiT entdeckt wirksame antimikrobielle Peptide in jahrtausendealten Koprolithen
Heute stellen wir Ihnen eine wichtige Studie vor, die demnächst in Nature Communications unter dem Titel „Identifizierung antimikrobieller Peptide aus uralten Darmmikrobiomen“ veröffentlicht wird. Mithilfe des eigens entwickelten KI-Tools AMPLiT analysierte die Studie systematisch metagenomische Daten von sieben 1000 bis 2000 Jahre alten menschlichen Fäkalien (Koprolithen). Dabei wurden 160 potenzielle antimikrobielle Peptide (AMPs) identifiziert. Experimentelle Validierungen zeigten, dass 36 der 40 erfolgreich synthetisierten Peptide (90 %) in vitro eine signifikante antibakterielle Aktivität aufwiesen. Bemerkenswerterweise stammen etwa zwei Drittel der aktiven antimikrobiellen Peptide von Segatella copri (früher Prevotella copri), einem dominanten symbiotischen Bakterium im Darm urzeitlicher Menschen, dessen Häufigkeit in modernen Populationen deutlich zurückgegangen ist. Diese antimikrobiellen Peptide (AMPs) aus alten Mikrobiomen besitzen nicht nur membranschädigende Mechanismen, geringe Zytotoxizität und ein geringes Hämolyserisiko, sondern zeigten in einem Mausmodell für Wundinfektionen auch eine mit traditionellen Antibiotika (Vancomycin, Polymyxin B) vergleichbare Wirksamkeit. Diese Arbeit verdeutlicht das immense Potenzial alter Darmmikrobiome als Fundgrube neuartiger antimikrobieller Peptide und bietet einen neuen Lösungsansatz im Kampf gegen die Antibiotikaresistenzkrise.

